Barrierefreie Websites performen besser.


Stellen Sie sich vor, Sie bauen ein top modernes Hochhaus, spektakulär designt, hochwertig ausgestattet mit sensorgesteuerter Haustechnik, installieren am Dach sogar einen Pool mit Panoramablick. Sparen sich dafür aber den Aufzug. Würden sie nicht machen, oder? Und warum nicht? Damit jeder künftige Käufer, Bewohner oder Besucher die modernen Wohnungen komfortabel betreten und benutzen kann. Logisch. Warum also sollte dann jemand heute, wo wir alle mehr und mehr Zeit im Internet verbringen, noch eine topmoderne Website bauen, die nicht für alle zugänglich ist? Deren Inhalte und Services Millionen von Usern versperrt bleiben? Und dazu zählen nicht nur Menschen mit permanenten Beeinträchtigungen, sondern auch all jene, die gerade einen Gips an der Hand haben oder vielleicht auch nur ein Baby, das sie nicht wecken wollen. Eine barrierefreie Website schafft für alle die bestmöglichen Voraussetzungen für ein angenehmes Benutzererlebnis. Das beginnt mit einer verständlichen Informationsarchitektur, klar gegliedert und logisch aufgebaut, damit sich jeder Besucher rasch und einfach zurecht findet. Ein kontrastreiches Design hilft Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen, also nahezu alle über 50, die Inhalte besser wahrnehmen zu können. Auch Blinden eröffnet das Internet viele Möglichkeiten vorausgesetzt Inhalte und Bilder sind so strukturiert und beschrieben, dass sie von einem Vorleserprogramm erfasst und flüssig wiedergegeben werden können. Erfreulicher Nebeneffekt: auch google sucht im Quellcode nach relevanten Textbausteinen, was barrierefreie Websites in den Suchergebnissen oft ganz automatisch weiter nach oben bringt. Für viele User mit eingeschränkter Mobilität stellt die Bedienung einer Maus eine riesige Barriere dar, die aber durchaus zu überwinden ist, wenn man die Möglichkeit hat, sich mit der Tastatur durch die gesamte Website zu steuern. Dass Websites, die auf allen gängigen Browsern und verschiedenen Geräten funktionieren, potenziell mehr Menschen erreichen können, versteht sich von selbst. Werden bei der Programmierung zudem die aktuellen Standards der WCG eingehalten, können online Angebote auch mithilfe assistiver Technologien genutzt werden. Zum Beispiel mit einer Braillezeile, die blinden Usern ermöglicht, sich aktiv am digitalen Leben zu beteiligen. Mit einer Website, die für alle zugänglich ist, gewinnen alle. Alle Menschen mit permanenten Beeinträchtigungen, alle Menschen mit temporären Einschränkungen, alle Menschen die hohen Bedienkomfort schätzen und natürlich auch alle Unternehmen und Organisationen, die ihre online Performance nachhaltig verbessern wollen. Denken Sie daran, bevor Sie die nächste online Kampagnen schalten und womöglich 15 Prozent der erreichten Menschen Ihr Angebot gar nicht nutzen können. Ab Herbst 2018 sind übrigens alle öffentlichen Stellen dazu verpflichtet, neue Websites barrierefrei umzusetzen und damit die weltweiten Web Accessibility Standards zu erfüllen. Höchste Zeit also, alle Hindernisse für eine erfolgreiche Zertifizierung rasch aus dem Weg zu räumen. Los geht’s! Am besten mit einem gründlichen Web Accessibility Check.

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